Leichtigkeit ist gar nicht so schwer.

Klingt wundervoll, aber was genau ist Leichtigkeit? Sie ist das Gegenteil von Schwermut. Man fühlt sich frei, beschwingt und die Lösung von Problemen fällt uns nahezu mühelos. Aber auch das spielerische lösen von Aufgaben oder das problemlose aneignen neuer Kenntnisse und Kompetenzen oder mit seinem Tun komplett im Flow sein, kann eine Definition von Leichtigkeit sein.



Ich bin mir sicher ihr kennt alle diesen wundervollen Zustand, doch selten ist es ein Dauerzustand. Hatten wir es einmal, geht es uns im Alltag, durch Krankheit oder Schicksalsschläge wieder verloren. Wie erobern wir uns diesen Zustand wieder zurück? Ich denke es ist ein stetiger Prozess, welchen man mit unterschiedlichen Maßnahmen und Gedanken unterstützen kann.


1. Hör auf dir selbst im Weg zu stehen

Wie oft bringen wir durch negative Gedanken und Glaubenssätze, Schwere in unser Leben. Sie bremsen uns aus und sorgen dafür, dass wir uns bei der Erreichung unserer Ziele selbst im Weg stehen. “Ich kann das nicht, ich schaffe das nicht, ich werde sowieso wieder scheitern.” Gedanken die dir bekannt vorkommen und sei dir sicher, wir alle haben sie schon einmal gedacht. Sie limitieren dich unnötig, stammen vermutlich aus deiner Kindheit und du hast seither schon unzählige Male das Gegenteil bewiesen. Deshalb lass sie los, miste sie aus wie ein altes, abgetretenes Paar Schuhe und ersetze sie durch positive Gedanken. Mach dir deine Erfolge bewusst, mach dir deine Stärken bewusst und achte in Zukunft darauf, wie du mit dir selber redest. Versuche es einmal mit folgenden positiven Affirmationen:

“Ich bin wertvoll. Ich vertraue meinem Körper. Ich mache mir keine Sorgen um kleine Dinge.”

2. Achte auf deine Atmung

Stress ist einer der Killer von Leichtigkeit. Sind wir gestresst, atmen wir schnell und flach, um eilig Sauerstoff in unser System zu bringen. Durch tiefe, lange und bewusste Atemzüge, kann man gegensteuern und dadurch in stressigen Phasen für Entspannung sorgen. Da man in den stressigen Phasen, diese einfache Übung meist vergisst, sollte man regelmäßige Atemübungen in seinen Alltag integrieren. Mir hilft das tägliche meditieren am Morgen. Hier lerne ich, mit Hilfe einer Meditationsapp, wie ich meinen Körper, alleine durch die richtige Atmung entspanne.


3. Stehe für dich selbst ein

Nichts erzeugt mehr Schwere, als wenn man Dingen zustimmt, die man eigentlich verneinen möchte. Gerade uns Frauen fällt es schwer NEIN zu sagen. Wie verletzend ist es, wenn der Partner, die beste Freundin oder die Familie nicht für einen einsteht. Es ist unterbewusst noch viel verletzender, wenn wir selber nicht für uns einstehen. Wir werten uns dadurch selbst ab und verlieren den Fokus für unsere Bedürfnisse und all das was uns guttut. Natürlich darf man im Zusammenleben mit anderen Menschen auch Kompromisse eingehen, doch sollte es nie unausgewogen zugunsten der anderen sein. Ein gesundes Maß an Egoismus wir dir guttun. Merke dir diesen Satz:

“Ein liebevolles NEIN zu anderen ist ein JA zu dir selbst.”

4. Richte deinen Fokus aus

Auf die Dinge die es Wert sind beachtet zu werden. Sei es ein gutes Buch, die Tasse Kaffee am Fenster, ein lieber Mensch oder deine Arbeit. Gerade in einer Zeit der ständigen Erreichbarkeit, in welcher Eilnachrichten im 20 Minuten Takt auf uns einprasseln, ist es wichtig unseren Fokus auszurichten um ihn bei der Vielzahl an Möglichkeiten nicht komplett zu verlieren. Ein guter Trick ist, sich Anfang des Monats, der Woche oder des Tages, je nach Ausmaß der anstehenden Erledigungen seine Fokusbereiche abzustecken. So richte ich meinen Fokus in der Bewerbungsphase für mehrere Tage oder Wochen zum Großteil darauf, schaffe mir aber dennoch Freiräume um auch entspannen zu dürfen. Dafür gehe ich dann einmal weniger zum Sport, fühle mich deshalb aber auch nicht schlecht, da mein Tag nur 24h hat und meine Bewerbungen gerade Priorität haben. Somit nehme ich mir den Druck meine alltäglichen ToDo’s plus diese zeitintensive, wenn auch nur vorübergehende Zusatzaufgabe des Bewerbungen Schreibens gemeinsam unter einen Hut zu bekommen. Ich vermeide Stress, bin im Fokus bei meiner Aufgabe und erhalte mir so meine Leichtigkeit.


5. Vergleiche dich mit niemandem, außer mit dir selbst

Mensch was hatte ich mich auf das Wochenende gefreut, einfach mal nichts machen, nach der anstrengenden Arbeitswoche. Dann liegt man am Samstagabend im Einhornschlafanzug, mit fettigen Haaren und Kakaobart, ungeschminkt auf der Couch, scrollt durch seinen Instafeed und findet den Samstagabend auf den man sich eigentlich so gefreut hatte plötzlich komplett beschissen. Alle anderen sind im Kino, auf einer Party, auf Städtereise oder sonst wo unterwegs und was sehen die alle toll aus, tragen die neusten Designerteile, haben eine perfekte Haut und einen makellosen Körper ohne Narben, dafür mit endlos langen Beinen. STOP! Wir wissen es alle und dennoch beeinflusst es uns, das was wir da auf Instagram sehen entspricht nicht der Realität, bzw. wird die nicht so schöne Realität geschönt oder komplett verbannt.

Den Vergleich von der Couch aus kannst du nur verlieren, also versuche es erst gar nicht.

Du hast zudem in 90% der Fälle, nicht ausreichend Informationen um dich mit diesen Menschen vergleichen zu können. Du kennst nicht ihre Probleme, du siehst nicht ihre imperfekten Seiten, da diese nie gezeigt werden also vergleiche dich niemals mit anderen. Wenn, dann darfst du dich nur mit dir selber vergleichen. Wo war ich vor einem Jahr, was habe ich seither erreicht, was hatte ich früher besser im Griff. Stelle dir diese Fragen bewusst von Zeit zu Zeit, justiere neu, ändere den Kurs, verwerfe und überarbeite aber stelle keine Vergleiche mit anderen an!


6. Löse dich von deinem Perfektionismus

Einer der zentralen Killer von Leichtigkeit ist Perfektionismus. Er kommt häufig in Begleitung mit Verbissenheit. Dieser Abend, dieser Urlaub, dieses Essen muss perfekt werden. Der Mensch ist nicht perfekt und wird es auch nie sein. Sobald wir Perfektionismus anstreben, verlieren wir unseren Fokus für all die Dinge Drumherum. Du hast Freunde zu Besuch und der Abend soll perfekt sein, du möchtest allen eine schöne Zeit bereiten, das Essen muss hervorragend werden und du möchtest dich mit deinem Freund als glückliches Paar in eurem Traumzuhause präsentieren. Den Druck, den du dir damit auferlegst wird jeder spüren, du wirst dich mit deinem Freund in die Haare bekommen, weil er die Nudeln hat verkochen lassen als du duschen warst und deine verbissene Art wird den kompletten Vibe killen, sodass jeder nur möglichst bemüht ist, dich nicht noch zusätzlich unter Druck zu setzen. Dein Ziel, allen einen schönen Abend zu machen hast du damit verfehlt. Über verkochte Nudeln kann man lachen und auch über andere Dinge die schief gehen, sehe es weniger verbissen, dann bist du im Flow der Leichtigkeit und wirst einen schönen Abend haben.


Stelle dir Leichtigkeit wie einen fluffigen Kuchen vor. Er braucht mehrere Zutaten um aufgehen zu können und Zeit. Wird er dann noch mit Liebe gebacken, gelingt er ganz bestimmt. Versuche also nicht mit Verbissenheit, mehr Leichtigkeit in dein Leben zu bringen. Geb dir Zeit, probiere unterschiedliche Zutaten aus und hab den Mut das Rezept immer mal wieder zu überarbeiten.






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